2026 Q097 BS

Zwischen ChatGPT, Homeoffice und Hinweisgebersystem

- Das Update zum Beschäftigtendatenschutz

Veranstaltungsprogramm als PDF

Nutzen und Ziele

ChatGPT schreibt Vorlagen, Beschäftigte arbeiten von zuhause und das Hinweisgeberschutzgesetz ist endgültig Praxis geworden – die Arbeitswelt der öffentlichen Verwaltung hat sich in wenigen Jahren fundamental verändert. Gleichzeitig wandeln sich die rechtlichen Rahmenbedingungen rasant.

EU-KI-Verordnung, NIS-2-Umsetzungsgesetz, Hinweisgeberschutzgesetz, neue EuGH-Rechtsprechung zur Arbeitszeiterfassung und zur Mitarbeiterüberwachung – und nach wie vor: kein eigenständiges Beschäftigtendatenschutzgesetz. Dienststellen, Datenschutzbeauftragte und Personalräte stehen vor der Aufgabe, technische Neuerungen, Beschäftigtenrechte und rechtliche Compliance in Einklang zu bringen.

Dieses Seminar liefert Ihnen das rechtliche Update 2026 – mit aktueller Rechtsprechung, Mustertexten für Dienstvereinbarungen und einer klaren Handlungsanleitung für die häufigsten Praxisfragen. Sie erfahren, was der Einsatz von ChatGPT & Co. für Ihre Personalarbeit bedeutet, wie ein rechtssicheres Homeoffice-Setup heute aussieht und welche Datenschutzanforderungen das Hinweisgeberschutzgesetz an Ihre Dienststelle stellt.

Ihr Lernziel:
Nach diesem Seminar wissen Sie, wie Künstliche Intelligenz, Cloud-Dienste und mobiles Arbeiten in Ihrer Dienststelle rechtssicher eingesetzt werden – und welche Rolle Personalrat und Datenschutzbeauftragte dabei spielen.

Inhalt

Diese Themen erwarten Sie:

  • EU-KI-VO
  • Homeoffice
  • Hinweisgeberschutzgesetz
  • EuGH 2025/26
  • Musterklauseln

Ausführliche Beschreibung

Modul 1 – Rechtsrahmen 2026: Was ist neu?

  • DSGVO, BDSG und die unverändert offene Baustelle Beschäftigtendatenschutzgesetz
  • Die EU-KI-Verordnung (KI-VO / AI Act) im Überblick
  • NIS-2-Umsetzungsgesetz: Folgen für die Verwaltungs-IT
  • Hinweisgeberschutzgesetz: Schnittstelle zum Datenschutz
  • Aktuelle EuGH- und BAG-Rechtsprechung (inkl. BAG „Workday' 8 AZR 209/21)

Modul 2 – KI und Software im Personalwesen: was Dienststellen wissen müssen

  • Die EU-KI-Verordnung im Überblick: Welche Pflichten treffen die öffentliche Verwaltung?
  • KI-gestützte Bewerberauswahl: rechtliche Grenzen und Haftungsfragen
  • Software zur Leistungs- und Verhaltensbewertung – was ist erlaubt, was nicht?
  • Art. 22 DSGVO: Der Anspruch der Beschäftigten auf eine menschliche Entscheidung
  • Mitbestimmung des Personalrats bei der Einführung neuer IT-Anwendungen
  • Datenschutz-Folgenabschätzung in der Praxis – wer macht sie, wann, wie?

Modul 3 – Homeoffice, mobiles Arbeiten und digitale Kommunikation rechtssicher gestalten

  • Die rechtlichen Unterschiede zwischen Telearbeit, Homeoffice und mobilem Arbeiten
  • Welche Daten dürfen Beschäftigte zuhause verarbeiten, welche nicht?
  • Aktuelle Rechtsprechung zu gängigen Konferenz- und Kommunikationsplattformen
  • Arbeitszeiterfassung nach EuGH und BAG – Konsequenzen für die Dienststelle
  • Private Nutzung dienstlicher Geräte – das alte Thema in neuem Licht
  • Dienstvereinbarungen als Königsweg: Inhalte, Klauseln, Fallstricke

Modul 4 – Kontrolle, Überwachung, Compliance

  • Videoüberwachung am Arbeitsplatz: aktuelle Linie der Aufsichtsbehörden
  • E-Mail-, Internet- und Telefonnutzung – die private Mitnutzung neu bewertet
  • Ortungssysteme, Fahrtenschreiber, Geofencing
  • Interne Untersuchungen und Beweisverwertungsverbote
  • Whistleblowing-Verfahren datenschutzkonform durchführen

Modul 5 – Personalrat und Datenschutzbeauftragte/r im Zusammenspiel

  • Aufgaben, Kompetenzen, Grenzen der jeweiligen Funktionsträger
  • Dienstvereinbarungen: Was muss heute hinein? – mit Musterklauseln
  • Konfliktfälle und Lösungswege
  • Datenschutz im personalvertretungsrechtlichen Beteiligungsverfahren

Modul 6 – Gesundheit, BEM und sensible Beschäftigtendaten

  • Krankenrückkehrgespräche und BEM-Verfahren datenschutzkonform führen
  • Psychische Belastungen, Burnout, Long-Covid – was darf die Dienststelle wissen?
  • Ärztliche Atteste, amtsärztliche Untersuchungen, Sucht- und Eignungsfragen

Zielgruppe

Datenschutzbeauftragte, Personalverantwortliche, Personalratsmitglieder, IT-Verantwortliche sowie Führungskräfte der öffentlichen Verwaltung – sowohl aus dem Bund als auch aus den Ländern

 

Unser Seminarangebot

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