26. Juni - Digitaltag
Digitaltag - Aktionstag für digitale Teilhabe
Am 23. Juni rückte der Internationale Tag des öffentlichen Dienstes jene Menschen in den Mittelpunkt, die Tag für Tag dafür sorgen, dass unser Gemeinwesen funktioniert: Beschäftigte in Verwaltungen, Schulen und Hochschulen, Polizei, Justiz, Kitas, Kliniken, Sozial- und Arbeitsverwaltung, in Stadtwerken und vielen anderen öffentlichen Einrichtungen.
Drei Tage später, am 26. Juni 2026, macht der bundesweite Digitaltag die Digitalisierung in Deutschland mit unzähligen Aktionen greifbar. Zusammen erzählen diese beiden Tage eine gemeinsame Geschichte:
Ohne einen starken öffentlichen Dienst bleibt digitale Transformation eine leere Versprechung – und ohne digitale und insbesondere KI-Kompetenzen wird es der öffentliche Dienst schwer haben, seine wichtige Rolle auch in Zukunft zu erfüllen.
Der öffentliche Dienst in Deutschland steht unter erheblichem Veränderungsdruck. Bürgerinnen und Bürger erwarten schnelle, transparente und möglichst digitale Verfahren, von der Online-Terminvergabe bis zum volldigitalen Antragsprozess. Gleichzeitig verschärfen Fachkräftemangel, demografischer Wandel und immer komplexere Aufgaben die Lage in vielen Behörden und Einrichtungen. Die Beschäftigten sind hoch engagiert, stoßen jedoch vielerorts an strukturelle und zeitliche Grenzen. Künstliche Intelligenz kann in dieser Situation ein wichtiges Instrument sein, um Routinetätigkeiten zu entlasten, Informationsflüsse zu verbessern und Ressourcen gezielter einzusetzen – vorausgesetzt, sie wird verantwortungsvoll, rechtskonform und mit Augenmaß eingeführt.
Unser Angebot: Das KI-Portfolio der dbb akademie
Digitalisierung und KI - Neue Möglichkeiten für die Arbeitswelt
Schon heute gibt es zahlreiche Einsatzfelder, in denen KI im öffentlichen Dienst einen spürbaren Mehrwert bieten kann. Textbasierte Assistenzsysteme helfen etwa dabei, Entwürfe für Bescheide, Informationsschreiben oder Stellungnahmen vorzubereiten, ohne die fachliche Prüfung durch die Sachbearbeitung zu ersetzen. Intelligente Such- und Wissenssysteme unterstützen Beschäftigte bei der Recherche in umfangreichen Vorschriften, Richtlinien, Tarifverträgen oder Dokumentationen. Chatbots können erste Anlaufstelle für Standardanfragen von Bürgerinnen und Bürgern sein und damit Servicecenter und Telefonhotlines entlasten. In der Planung liefern KI-gestützte Analysen bessere Entscheidungsgrundlagen, wenn es etwa um Personalbedarf, Schul- und Kita-Plätze oder die Ausgestaltung sozialer Leistungen geht. All dies verändert nicht nur Arbeitsabläufe, sondern berührt auch Fragen von Datenschutz, Mitbestimmung, Arbeitsorganisation und Qualifizierung.
Neue Kompetenzen für Beschäftigte
Damit Künstliche Intelligenz im öffentlichen Dienst nicht als Bedrohung, sondern als Unterstützung wahrgenommen wird, braucht es vor allem eins: Kompetenz bei den Menschen, die täglich Verantwortung tragen – bei den Beschäftigten ebenso wie bei Führungskräften und Interessenvertretungen. Sie müssen verstehen, was KI leisten kann und wo ihre Grenzen liegen, wie Modelle arbeiten, welche Daten eingesetzt werden dürfen und welche rechtlichen sowie ethischen Leitplanken gelten. Nur dann können sie Technik nicht nur anwenden, sondern den Einsatz aktiv mitgestalten, Risiken erkennen und sinnvolle Regeln vereinbaren. Qualifizierung ist damit eine Schlüsselvoraussetzung für einen fairen und menschengerechten KI-Einsatz.
Fortbildung tut not - ein Angebot für Beschäftigte
Genau hier setzt das KI-Portfolio der dbb akademie an.
Mit speziell auf den öffentlichen Dienst zugeschnittenen Seminaren und Formaten vermittelt die dbb akademie Grundlagen der Künstlichen Intelligenz und der Generativen KI, zeigt praxisnahe Anwendungsmöglichkeiten im Behördenalltag und beleuchtet zugleich die mitbestimmungsrechtlichen, arbeits- und datenschutzrechtlichen sowie organisatorischen Aspekte.
In den Veranstaltungen lernen Teilnehmende zum Beispiel, wie sie KI-Tools sinnvoll in die Bearbeitung von Schriftverkehr, in Recherche und Auswertung oder in Projektarbeit integrieren können, ohne Datenschutz oder Vertraulichkeit zu gefährden. Personalräte und andere Interessenvertretungen erhalten Impulse, wie sie KI-Einführungen aktiv begleiten, Dienstvereinbarungen mitgestalten und die Perspektive der Beschäftigten einbringen können. Führungskräfte wiederum setzen sich mit der Frage auseinander, wie KI in eine umfassende Digital- und Personalstrategie eingebettet wird und welche Fähigkeiten Teams in den kommenden Jahren aufbauen sollten. Das Angebot ist dabei bewusst so angelegt, dass es nicht nur technische Neugier bedient, sondern auch Unsicherheiten ernst nimmt und Raum für Diskussion bietet.
Weitere Informationen zum KI-Portfolio finden sich unter www.dbbakademie.de/seminare/ki-1/.
Mit KI den öffentlichen Dienst weiter entwickeln
Die zeitliche Nähe von Internationalem Tag des öffentlichen Dienstes und Digitaltag 2026 bietet eine ideale Gelegenheit, Wertschätzung und Weiterentwicklung miteinander zu verbinden. Verwaltungen, Behörden und öffentliche Einrichtungen konnten rund um den 23. Juni die Leistungen ihrer Beschäftigten sichtbar machen und zugleich aufzeigen, welche digitalen Projekte bereits laufen. Am Digitaltag selbst lassen sich KI-Anwendungen im Rahmen von Workshops, Live-Demonstrationen oder Diskussionsformaten erlebbar machen – nach innen für die eigenen Teams, nach außen für Bürgerinnen und Bürger. Wird dies anschließend durch eine systematische Qualifizierungsstrategie ergänzt, etwa durch die Nutzung der KI-Seminare der dbb akademie, entsteht aus zwei Tagen im Kalender der Startpunkt für eine langfristige, verantwortungsvolle und mitbestimmte KI-Transformation im öffentlichen Dienst. So kann Künstliche Intelligenz dazu beitragen, dass der öffentliche Dienst auch in Zukunft das bleibt, was er heute ist: das verlässliche, menschliche Rückgrat unserer Demokratie.