Arbeits- und Gesundheitsschutz steht vor neuen Herausforderungen. Im Zuge von Digitalisierung und mobilem/hybriden Arbeiten braucht es einen gedanklichen Neuansatz beim Arbeits- und Gesundheitsschutz - auch als Instrument einer gesunden Personal- und Behördenkultur.
Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG wird dabei auch als ein Instrument der Organisationsentwicklung dargestellt, als Baustein für Gesundes Arbeiten. Die Teilnehmer/-innen erhalten einen kompakten Überblick über die rechtlichen Grundlagen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Einbezogen werden auch die Mitwirkungsrechte sowie die damit eng verbundenen Fragen des ArbZG und der Vertrauensarbeitszeit unter Einbeziehung der besonderen Rahmenbedingungen rund um das Mobiles Arbeiten/Homeoffice.
I. Arbeits- und Gesundheitsschutz 2026 – Updates & Trends für die Praxis
- Wahrnehmung und Umgang mit aktuellen Brennpunkten im Arbeits- und Gesundheitsschutz (psychische Belastungen, Arbeitsverdichtung, hybride Arbeit)
- Trends richtig einordnen: von psychischer Belastung bis zu ärztlichen Empfehlungen/Attesten im Kontext mobiler Arbeit (Pflichten, Handlungsspielräume, Kommunikation)
- Präventionskultur & Führung: wirksame Strategien, damit Brennpunkte gar nicht erst entstehen (Rollen, Verantwortlichkeiten, Delegation, Unterweisung, Kommunikation)
II. Gefährdungsbeurteilung „modern“ – wirksam statt nur formal
- Gefährdungsbeurteilung als Steuerungsprozess (Planung, Beteiligung, Maßnahmen, Wirksamkeitskontrolle)
- Psychische Belastung praxisnah: typische Fallstricke, geeignete Vorgehensmodelle, Nachweis/Wirkung
- Schnittstellen zu BEM, Fehlzeitenmanagement und Organisationsentwicklung
III. Fehlzeiten langfristig reduzieren – präventiv, nachhaltig, gesundheitsfördernd
- Frühwarnsysteme und Indikatoren (ohne „Überwachung“): Was sind sinnvolle Signale? Wer reagiert wann?
- Verzahnung von Arbeitsschutz, BGM und Führungspraxis: Maßnahmenpakete, Verantwortlichkeiten, Steuerung
- Vermeidung typischer Risikofelder in der Praxis (Entgrenzung/Erreichbarkeit, Konflikte, Überlastung, Umsetzungslücken)