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Seminarprogramm 2010 Kulturreisen 2010

TOP "Lehrergesundheit" - Fachtagung des Philologen-Verbandes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der dbb akademie

Fachtagung zur Lehrergesundheit fand am 1. März 2008 in Düsseldorf statt.

 

Nicht nur die Lehrerverbände schlagen Alarm. Zwei Drittel aller Lehrer tragen von ihrer Arbeit gesundheitliche Schäden davon – zu diesem Ergebnis kommen die sog. Schaarschmidt-Studien der Universität Potsdam 2003 und 2006. Lehrer gehören demnach zu den Berufsgruppen mit der größten Gefahr, am sog. Burn-out-Syndrom zu erkranken. Symptome sind ständige Erschöpfung und Frustration, die sich z.B. in Depressionen, Schlafstörungen und Kopfschmerzen äußern. Zum Vergleich: Während knapp 60% der Lehrer vor dem Burn-out stehen, sind davon „nur“ 35 % aller Polizisten betroffen.

 

 

Macht der Lehrerberuf tatsächlich krank? Welche Faktoren beeinflussen die physische und psychische Gesundheit von Lehr- und Leitungskräften? Wie kann man dem Stressfaktor "Schule" begegnen?

 

 

Diesen und weiteren praxisrelevanten Fragen gingen der  Philologenverband Nordrhein-Westfalen  gemeinsam mit der dbb akademie in ihrer Fachtagung zur "Lehrergesundheit" in Düsseldorf nach. Wie außerordentlich hoch das Interesse der Lehrerinnen und Lehrer am Thema "Gesundheit" ist, zeigte eindrucksvoll die hohe Teilnehmerzahl - mit rund 350 Teilnehmern war die Veranstaltung nach wenigen Tagen ausgebucht. Etwa 150 Interessierten musste abgesagt werden.

 

 

"Seit Jahren wird das Thema tabuisiert. Fast immer muss die einzelne Lehrerin und der einzelne Lehrer mit den Problemen alleine fertig werden. Das Totschweigen muss ein Ende haben! Mit der Veranstaltung informieren wir und bieten eben so Perspektiven mölglicher Bewältigung an", so erläuterte Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes NW in seiner Eröffnungsrede. Weiterhin forderte er, dass bereits in der Lehrerausbildung Zeit,- Stress- und Konfliktmanagement vermittelt werden müsse.

 

 

Über die Ergebnisse der sog. Potsdamer Studie berichtete Professor Dr. Uwe Schaarschmidt in seinem Vortrag „Indikatoren einer problematischen Gesundheitssituation bei Lehrern“. Danach gehörten fast zwei Drittel aller Lehrer einer gesundheitlichen Risikogruppe an. Bei Frauen liege der Gefährdungsgrad - auch wegen der zusätzlichen häuslichen Beanspruchung - noch höher. Aufklärung, Vorsorge und Belastungsabbau seien dringend erforderlich.

 

Professor Dr. Gerald Hüther, Neurologe an der Universität Göttingen und Autor des Bestsellers „Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“ sieht neben dem Mangel an eigenen Ressourcen zur Stressbewältigung weitere Faktoren, die den dramatischen Anstieg stress- und angstbedingter psychischer Erkrankungen verursachen können: Hierzu zählen seiner Ansicht nach ein hoher Erwartungsdruck, eigene unrealistische Vorstellungen und ein Mangel an kohärenten, sinnstiftenden und haltbietenden Orientierungen. "Lehrkräfte müssten wieder erleben dürfen, dass ihre Tätigkeit Sinn macht, dass es keine bedeutsamere Audgabe für den Menschen gibt, als sein Wissen, und sein Können an andere weiterzugeben, als Kindern und Jugendlichen bei der Entdeckung und Entfaltung ihrer Potentiale behilflich zu sein. Das ist die wichtigste, gesundmachende und gesunderhaltende Erfahrung, die nicht nur Lehrkäfte machen müssen, um ihre Resilienz zu stärken", führte Hüther aus.

 

In vier Workshops wurden praxisorientierte Bewältigungsstrategien vorgestellt.

 

 Programm  

 

Plenum 

 

 Vortrag Prof. Dr. Uwe Schaarschmidt 

 

 Vortrag Prof. Dr. Gerald Hüther 

 

 Präsentation Christoph Emmelmann 

 

Materialien aus den Workshops

 

Workshop 1: Zeitmanagement für den geteilten Arbeitsplatz

 Folie 1 

 Folie 2 

 Folie 3 

 

 Workshop 2: Gesunder Umgang mit Stress und Ärger 

 

 Workshop 4: Work Life Balance - im Gleichgewicht bleiben 

 

Ansprechpartnerin für die Fachtagung: Christa Vißers, Tel.: 0228. 81 93 111, mailto:  c.vissers@dbbakademie.de 

 

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[update 21.04.2008]